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In der Enterprise-IT überleben die Ideen, die in der Praxis funktionieren und nicht nur auf dem Papier. Sie kommen von den Menschen, die tagtäglich mittendrin sind, die etwas aufgebaut, etwas verbessert oder aus einer schwierigen Erfahrung gelernt haben. Genau diese Stimmen laden wir ein.
„3 Fragen an …“, unser laufendes Q&A-Format, präsentiert regelmäßig Vordenker:innen aus unserem Partnernetzwerk, ein Gespräch nach dem anderen. Wir stellen ihnen nur drei Fragen, bekommen aber dafür Antworten mit Substanz. Ihr kleiner Wissens-Boost für zwischendurch.
cora definiert neu, wie Unternehmen IT-Services vor Ort bereitstellen. Mit intelligenten Self-Service-Lösungen automatisiert cora die Ausgabe, die Rückgabe und das Lifecycle-Management von IT-Geräten. So haben Mitarbeitende rund um die Uhr Zugriff auf Geräte und Zubehör, ohne auf den Helpdesk warten zu müssen.
Dank der nahtlosen Integration in führende ITSM-Plattformen und bestehende Workflows hilft cora Unternehmen, manuellen Aufwand zu reduzieren, den Arbeitsalltag der Mitarbeitenden zu verbessern und IT-Teams Zeit für Aufgaben mit echtem Mehrwert zurückzugeben. Heute betreut cora Kunden in zehn europäischen Ländern, darunter Krankenhäuser, öffentliche Einrichtungen, Industrieunternehmen, Finanzinstitute und internationale Konzerne.
Als offizieller Partner von devicenow ergänzt cora das Device-as-a-Service-Modell (DaaS) um den letzten Schritt: den Weg des Geräts zu den Mitarbeitenden. Sobald ein Gerät über DaaS beschafft und verwaltet wird, übernimmt cora Ausgabe, Rückgabe, Austausch sowie die weiteren Lifecycle-Prozesse – sicher, automatisiert und rund um die Uhr. So entsteht ein nahtloser Ablauf von Anfang bis Ende, für IT-Teams ebenso wie für Anwender:innen.
Melanie Müller ist Chief Executive Officer bei cora. Als CEO verbindet Melanie eine praxisorientierte Herangehensweise mit strategischem Weitblick, setzt Ideen in die Tat um und bringt die richtigen Menschen, Aufgaben und Herausforderungen zum richtigen Zeitpunkt zusammen.
Unter ihrer Führung definiert cora den IT-Support neu – mit einer intelligenten Lösung aus Schließfächern und Automaten, die es Mitarbeitern weltweit ermöglicht, jederzeit per Selbstbedienung auf Hardware zuzugreifen. Das klare Ziel: cora soll zu einem festen Bestandteil führender Unternehmen weltweit werden.
1. Der erste Arbeitstag ist für viele neue Mitarbeitende auch die erste Begegnung mit der IT, sei es am Helpdesk oder vor einem noch nicht eingerichteten Laptop. Dieser erste Eindruck bleibt oft lange hängen. Wo stößt das klassische Supportmodell in Unternehmen mit 1.000 oder mehr Arbeitsplätzen aus Ihrer Erfahrung an seine Grenzen?
Die eigentliche Frage lautet: Welche Anliegen erfordern wirklich die Expertise einer IT-Fachkraft, und welche lassen sich per Self-Service lösen?
Wir beobachten hier einen klaren Wandel. Routineaufgaben wie das Abholen einer Maus, eines Headsets oder eines Ersatzlaptops müssen heute nicht mehr über den Helpdesk laufen. KI-Agenten und physische Self-Service-Lösungen wie cora machen Mitarbeitende hier unabhängig: Sie erledigen solche Anliegen selbst, rund um die Uhr und ohne Wartezeit.
Davon profitieren alle. Mitarbeitende erhalten sofort das, was sie brauchen, und IT-Teams können sich auf die Themen konzentrieren, bei denen ihre Expertise wirklich zählt.
Für mich muss sich der erste Kontakt mit der IT ganz an den Bedürfnissen der Mitarbeitenden orientieren. Wer eine neue Maus braucht, sollte sie innerhalb weniger Minuten in der Hand haben. Fällt ein Laptop aus, unterstützt der Helpdesk, während cora sofort ein Ersatzgerät bereitstellt. Komplexe oder sicherheitsrelevante Themen gehören dagegen immer in die Hände von IT-Expert:innen.
Der Helpdesk der Zukunft wird nicht daran gemessen, wie viele Tickets er bearbeitet, sondern daran, über wie viele Probleme Mitarbeitende gar nicht erst nachdenken müssen.
2. Sie sind in zehn Ländern aktiv und betreuen Kunden von Krankenhäusern im 24/7-Betrieb bis hin zu globalen Industrieunternehmen. Der IT-Fachkräftemangel verschärft sich, und die Generation Z bringt ganz eigene Erwartungen an den Arbeitsplatz mit. Wo ziehen Sie die Grenze zwischen dem, was IT-Support-Teams weiterhin selbst leisten müssen, und dem, was automatisiert werden sollte? Und was machen Unternehmen regelmäßig falsch, wenn sie versuchen, diese Grenze zu ziehen?
IT-Abteilungen und insbesondere IT-Support-Teams stehen so stark unter Druck wie nie zuvor. Die Erwartungen steigen, doch die Ressourcen bleiben oft unverändert. Deshalb rate ich jeder IT-Führungskraft, genau hinzuschauen, wofür ihr Team seine Zeit tatsächlich aufwendet.
Wir erleben immer wieder, dass Unternehmen jede Woche Stunden in Routineaufgaben wie die Ausgabe von IT-Equipment stecken. Diese Tätigkeiten sind wichtig, erfordern jedoch keine hochqualifizierten IT-Fachkräfte. Die Zeit und das Budget wären in Cybersecurity, in die digitale Transformation oder in einen besseren Arbeitsalltag für die Mitarbeitenden deutlich sinnvoller investiert.
Der größte Irrtum ist die Annahme, dass Mitarbeitende noch nicht für Self-Service bereit seien. Tatsächlich nutzen sie Self-Service im Privatleben längst jeden Tag, und genau diese Geschwindigkeit und diesen Komfort erwarten sie auch im Job.
Mein Rat ist einfach: Treten Sie einen Schritt zurück und stellen Sie den Status quo infrage. Welche Aufgaben erfordern wirklich IT-Expertise, und welche lassen sich automatisieren? Gerade in Unternehmen mit mehreren Standorten kann eine Lösung wie cora Routineprozesse wie die Geräteausgabe problemlos übernehmen. Das Ergebnis sind zufriedenere Mitarbeitende, effizientere IT-Abläufe und Support-Teams, die sich endlich auf die Aufgaben konzentrieren können, die den größten Mehrwert schaffen.
3. Die Art, wie Geräte in Unternehmen verteilt werden, hat sich in den letzten 20 Jahren kaum verändert: Eine Person überreicht einer anderen im Meetingraum einen Laptop. cora gehört zu den wenigen Anbietern, die diese physische Ebene neu denken. Spulen wir fünf Jahre vor: Wie laufen die Ausgabe und Rückgabe von Geräten in großen Unternehmen dann ab? Und welche IT-Gewohnheiten werden uns im Rückblick überholt vorkommen?
In fünf Jahren wird es aus meiner Sicht gar nicht mehr um Geräte gehen, sondern um Services.
Heute verwalten die meisten Unternehmen Geräte durch eine Abfolge manueller Schritte. Jemand bestellt einen Laptop, jemand genehmigt ihn, jemand bereitet ihn vor, jemand übergibt ihn, und jemand dokumentiert das Ganze. Dabei ist es in Wirklichkeit ein durchgängiger digitaler Prozess.
In Zukunft wird der gesamte Geräte-Lifecycle weitgehend automatisiert ablaufen. Eine neue Mitarbeiterin beginnt, und ihr Willkommenspaket wird automatisch ausgelöst. Mitarbeitende bestellen Equipment per Self-Service, die Geräte werden vorbereitet, dokumentiert und zur Abholung bereitgestellt oder direkt an den richtigen Ort geliefert. Rückgaben, Reparaturen, Leihgeräte und Offboarding werden Teil desselben nahtlosen Workflows.
Außerdem bin ich überzeugt, dass Self-Service vor Ort in jeder modernen IT-Abteilung zum Standard wird. Heute stellt ja auch kein Unternehmen mehr infrage, ob es eine ITSM-Plattform braucht. Genauso selbstverständlich werden Lösungen wie cora künftig zum IT-Service gehören und nahtlos in den gesamten Support-Prozess integriert sein.
Der größte Wandel wird nicht technologischer Natur sein. Es wird ein Umdenken sein. Viele IT-Verantwortliche gehen heute noch davon aus, dass jemand ein Gerät persönlich übergeben muss. In fünf Jahren werden wir uns fragen, warum wir das jemals für nötig hielten.
So wie Bankgeschäfte heute nicht mehr an eine physische Filiale gebunden sind, wird auch IT-Equipment nicht mehr davon abhängen, dass jemand auf der anderen Seite des Tresens sitzt.
Melanies Antworten machen eines deutlich: Die größte Hürde ist nicht die Technik. Die Automatisierung gibt es längst, die Schnittstellen auch, und dass es sich lohnt, IT-Teams von der täglichen Hardware-Logistik zu entlasten, dürfte kaum jemand bestreiten. Was die meisten Unternehmen bremst, ist die stille Annahme, dass die Übergabe eines Arbeitsgeräts Aufgabe der IT sein muss. Das war sinnvoll, als Laptops noch die Ausnahme waren und jedes Gerät von Fachleuten eingerichtet werden musste. In einem modernen Unternehmen mit Tausenden von Arbeitsplätzen frisst genau das wertvolle IT-Zeit, bei jeder Neueinstellung, jeder Rückgabe und jedem Defekt.
Device as a Service und Self-Service-Lösungen wie cora ergänzen sich hier ideal. Hardware wird damit so unkompliziert wie Software: Sie ist da, sie funktioniert, und wenn nicht, wird sie ersetzt. Der eigentliche Wandel beginnt, wenn IT-Verantwortliche die Geräte-Logistik nicht mehr als Aufgabe ihres Teams sehen, sondern als Prozess, der von selbst läuft. Am Ende ist es genau dieses Umdenken, das zukunftsorientierte IT-Organisationen vom Rest unterscheidet.