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In der Pharmaindustrie ist Zuverlässigkeit nicht verhandelbar. Medikamente müssen schnell, präzise und ohne Unterbrechung durch komplexe Lieferketten zu Apotheken gelangen – und die Technologie, die diese Abläufe unterstützt, muss ebenso zuverlässig funktionieren. Mit der Expansion von Gesundheitsunternehmen über Länder und Systeme hinweg steigt jedoch auch die Komplexität, diese Zuverlässigkeit sicherzustellen.
Für die PHOENIX group, Europas führenden Gesundheitsversorger, wurde genau diese wachsende Komplexität im Endpoint-Umfeld zu einer zentralen Herausforderung. Gemeinsam mit devicenow führte das Unternehmen ein Device-as-a-Service-Modell (DaaS) ein und schuf damit eine standardisierte und skalierbare Grundlage für seinen digitalen Arbeitsplatz – mit mehr Sicherheit, vereinfachten IT-Prozessen und Freiräumen für IT-Teams, sich stärker auf geschäftsrelevante Innovationen zu konzentrieren.
Die PHOENIX group mit Hauptsitz in Mannheim ist europäischer Marktführer im pharmazeutischen Großhandel, im Apothekenbetrieb sowie bei Dienstleistungen für die pharmazeutische Industrie. Das Unternehmen ist in 29 Gesundheitsmärkten aktiv und betreibt 210 Standorte, von denen aus Apotheken, Ärzte und medizinische Einrichtungen mit Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten versorgt werden. Zusätzlich betreibt PHOENIX rund 3.200 eigene Apotheken in 15 europäischen Ländern.
Innerhalb des Konzerns stellt das Competence Centre IT & Digital zentrale IT-Services für die gesamte Gruppe bereit. Es verantwortet über 2.200 Anwendungen und unterstützt die digitalen Transformationsinitiativen des Unternehmens.
Vor der Zusammenarbeit mit devicenow hatte sich die Endpoint-Landschaft der PHOENIX group über viele Jahre hinweg stark fragmentiert entwickelt. Mehr als 600 verschiedene Gerätemodelle waren im Einsatz, ergänzt durch unterschiedliche Endpoint-Management-Lösungen, die historisch in einzelnen Ländern oder Organisationseinheiten entstanden waren.
Diese heterogene Struktur brachte mehrere Herausforderungen mit sich. Standardisierte Prozesse ließen sich nur schwer etablieren, technische Schulden nahmen zu und auch IT-Sicherheitsrisiken stiegen. Gleichzeitig waren lokale IT-Teams stark mit operativen Aufgaben gebunden – etwa der Bereitstellung von Geräten, dem Testen von Applikations-Patches oder dem Onboarding neuer Mitarbeiter.
Das Ergebnis war eine Infrastruktur, die nur begrenzt skalierbar war und sowohl die betriebliche Effizienz als auch die Nutzererfahrung beeinträchtigte.
PHOENIX entschied sich im Rahmen eines strukturierten Ausschreibungsverfahrens für devicenow. Ausschlaggebend waren insbesondere:
Darüber hinaus passte das Device-as-a-Service-Modell ideal zur IT-Strategie von PHOENIX, die auf Cloud-First-Endpoint-Management, flexible Hardwarebereitstellung und eine geringere Abhängigkeit von einzelnen Hardwareherstellern setzt.
Die Umsetzung wurde bewusst als umfassende Transformation konzipiert – nicht lediglich als Austausch bestehender Geräte. PHOENIX und devicenow setzten auf einen zweistufigen Rollout-Ansatz.
Im ersten Schritt definierten und implementierten die Teams standardisierte operative Prozesse für das Lifecycle-Management von Endgeräten. Dadurch entstand ein einheitlicher Rahmen für Beschaffung, Bereitstellung und Wartung von Hardware innerhalb der gesamten Organisation.
Im zweiten Schritt wurde die technische Plattform für modernes Endpoint-Management eingeführt, einschließlich einer cloudbasierten Geräteverwaltung und der Migration auf Windows 11.
Im Rahmen dieses neuen Arbeitsplatzmodells erhalten PHOENIX Mitarbeitende standardisierte Laptops und Desktop-PCs aus einem klar definierten Hardwarekatalog mit sechs Endgeräte-Kategorien. Die Geräte werden bereits vor der Auslieferung im Microsoft-Intune-System des Unternehmens registriert und anschließend zentral über ein Lifecycle-Modell verwaltet, das eine kontinuierliche Aktualisierung der Hardware sicherstellt.
Das Service-Modell umfasst unter anderem:
Heute unterstützt dieses Betriebsmodell rund 15.000 Arbeitsplatzgeräte innerhalb der gesamten PHOENIX group.
Seit der Einführung der neuen Endpoint-Strategie verzeichnet PHOENIX deutliche Verbesserungen in seinem IT-Betrieb.
Lokale IT-Teams werden heute spürbar von zeitintensiven Routineaufgaben entlastet. Tätigkeiten wie Gerätebereitstellung, Patch-Vorbereitung oder Hardwareauswahl erfordern deutlich weniger manuellen Aufwand, sodass sich IT-Mitarbeitende stärker auf strategische Projekte konzentrieren können.
Zu den wichtigsten Verbesserungen zählen:
Darüber hinaus hat das neue Modell die Akzeptanz der Arbeitsplatztechnologie im Unternehmen erhöht und die Gesamtkosten für das Endpoint-Management reduziert. Ein zusätzlicher Vorteil ergibt sich aus dem Lifecycle-Ansatz, der durch eine Zweitnutzung der Geräte auch positive Nachhaltigkeitseffekte unterstützt.
Das neue Betriebsmodell hat sich in der Praxis bewährt. PHOENIX plant daher, die Zusammenarbeit mit devicenow weiter auszubauen – etwa durch zusätzliche Gerätekategorien und kontinuierliche Technologie-Updates für den digitalen Arbeitsplatz.
Der herstellerunabhängige Ansatz von devicenow unterstützt zudem die langfristige IT-Strategie des Unternehmens: eine geringere Hardwareabhängigkeit und mehr Fokus auf digitale Lösungen, die echten Mehrwert für das Kerngeschäft schaffen.
Mit der Einführung des Device-as-a-Service-Modells von devicenow hat die PHOENIX group eine standardisierte und skalierbare Endpoint-Umgebung für ihre europäischen Standorte geschaffen. Durch vereinfachtes Lifecycle-Management und reduzierte operative Komplexität entstand eine solide Grundlage für einen sicheren und zukunftsfähigen digitalen Arbeitsplatz.